Haushaltsbuch richtig führen und auswerten

Ein Haushaltsbuch führen ist viel Arbeit? Das muss nicht unbedingt sein, denn es kommt immer darauf an wie man an die Sache herangeht. Laut Professor Michael-Burkhard Piorkowsky der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, übersteigt der Nutzen eines Haushaltsbuches den Arbeitsaufwand in jedem Fall. Das gilt selbst bei einem klassischen Haushaltsbuch mit Papier Stift. Noch größer wird der Vorteil natürlich, wenn man eine praktische App wie MoneyControl verwendet, und sich so viel Arbeit spart.

Ein Haushaltsbuch hilft uns nachzuvollziehen wo bestimmte Zahlungen hingegangen sind oder wie groß diese waren, ohne erst stundenlang irgendwelche Kontoauszüge zu wälzen. Noch mehr profitiert man jedoch von der regelmäßigen Auswertung der Zahlen. Alle Einnahmen und Ausgaben sollten regelmäßig gegenübergestellt und verglichen werden. Dieser Überblick hilft Einsparpotentiale zu finden.

Was ist ein Haushaltsbuch und wie führe ich es?

Die dahintersteckende Idee ist schnell erklärt. Sinn und Zweck ist es ALLE Einnahmen und Ausgaben aufzuzeichnen und verschiedenen Kategorien zuzuordnen. Oft macht es Sinn verschiedene Konten zu definieren, damit Ausgaben vom Girokonto, dem Sparkonto oder aber eben auch aus dem Portemonnaie aufgezeichnet werden können. Wichtig ist es wirklich alles zu erfassen, denn nur so ist es möglich die kleinen „Geldfresser“ zu entlarven. Wer jeden Morgen einen Kaffee an der Tankstelle oder zwei belegte Brötchen beim Bäcker kauft erreicht damit ganz schnell dreistellige Geldbeträge im Monat.

Trotzdem fragen sich viele am Ende des Monats wo das so hart erarbeitete Geld hin ist. Grade Auszubildende die am Anfang lernen müssen mit wenig Geld auszukommen, sollten sich diese Option gut überlegen und in den Alltag einbringen. Um ein Haushaltsbuch zu führen empfehlen wir euch die folgenden Kategorien. Je nach persönlichem Geschmack und Aufwandsbereitschaft kann man diese noch detaillierter auswerten und um besondere persönliche Gegebenheiten erweitern.

  • Energiekosten (Strom/Wasser/Gas)
  • Freizeit
  • Gehalt
  • Geschenke
  • Gesundheit
  • Haushaltsprodukte/Hygiene
  • Kleidung
  • Kommunikation (Handy, DSL)
  • Lebensmittel
  • Lebensmittel unterwegs (Restaurantbesuche, Kaffee zwischendurch usw.)
  • Mobilität (KFZ, Taxi, öffentliche Verkehrsmittel)
  • Sonstige Verdienste
  • Sonstige Ausgaben
  • Versicherungen
  • Wohnungskosten (Miete, Einrichtung)

Kassenzettel zu sammeln und diese am Ende des Tages (oder sogar erst nach einigen Tagen) ins Haushaltsbuch einzutragen ist natürlich eine Möglichkeit. Damit läuft man aber Gefahr die lästige Arbeit vor sich herzuschieben. Außerdem hat man so nie aktuelle Zahlen sondern weiß bestenfalls wie die Finanzen bei der letzten Eintragung aussahen. Mit einer Haushaltsbuch App wie MoneyControl ist das viel einfacher: Damit kann man die Ausgaben auch direkt an der Kasse ins Handy eintippen. Ein lästiger Berg von Arbeit kann so gar nicht erst entstehen und man weiß immer genau, wie viel Geld noch übrig ist.

Zahlungen per Karte haben den Vorteil, dass man diese später auf Kontoauszug nachvollziehen kann. Bei Barzahlungen sieht man wie das Geld verschwindet und das Portemonnaie sich leert. Egal wie man zahlt: Wichtig ist es wirklich ALLE Ausgaben zu erfassen. Große Posten wie Miete, Versicherungen oder auch die neuen Schuhe hat man meist im Blick. Man wird aber erstaunt sein, wie schnell sich die vielen kleinen Ausgaben im Alltag zu großen Beträgen summieren können. Dort kann man sehr schnell, sehr viel sparen.

Wie werte ich mein Haushaltsbuch richtig aus?

Mit MoneyControl ist ein Haushaltsbuch viel weniger Arbeit als man denkt. Aber auch die beste Auflistung aller Ausgaben macht nur Sinn, wenn man die Zahlen regelmäßig auswertet und seinen Finanzen im Blick behält. Auch hierbei hilft MoneyControl und liefert viele Auswertungen gleich mit. Bei einem klassischen Haushaltsbuch sollte man Einnahmen und Ausgaben manuell gegenüberstellen und so ausrechnen, was noch übrig bleibt. Eine Auswertung nach verschiedenen Kategorien (Lebensmitteln, Kleidung, Wohnung, etc.) zeigt schnell wo die größten Sparmöglichkeiten zu finden sind. Mit einer guten Auswertung erkennt man zusätzlich, ob man seinen Zielen näher kommt und was man noch verbessern kann.

Wir haben mit einer unserer Nutzerinnen gesprochen. Wir wollten von ihr wissen, wie sie ihre Daten auswertet.

„Jeden Monat schaue ich mir detailliert meine Buchungen an und prüfe im Nachhinein welche Ausgaben ‚notwendig’, ‚in Ordnung’ oder auch ‚unnötig’ waren. Nach dieser Klassifizierung notiere ich mir für jede Kategorie die absoluten Werte. Im nächsten Monat versuche ich den Wert für unnötige Ausgaben zu unterbieten“, erzählte uns Lina, 22 Jahre im 3. Ausbildungsjahr im Gespräch.

Macht es auch wie Lina und legt heute noch los. Wir hoffen die Motivation ein eigenes Haushaltsbuch zu führen mit unserem Programm ist zu euch rüber geschwappt! „Es lohnt sich!“.

Die 10 besten Tipps zum Sparen in deiner Ausbildungszeit

Egal ob Kino, Sport, Feiern am Wochenende oder auch Entspannung mit einem neuen Buch – all das kostet Geld. Davon hast du als Auszubildender im Normalfall ohnehin nicht allzu viel. Dazu kommen noch Kosten für beispielsweise den Weg zur Arbeit, Schulbücher, Versicherungen, Steuern… Aber möchtest du während deiner Ausbildung komplett auf Kino und dergleichen verzichten? Hier die 10 besten Tipps für dich, um als Azubi deine Unkosten zu decken und trotzdem nicht der schönen Dinge des Lebens zu entsagen.

Nr. 1 – Der Klassiker

Oft verlacht und unterschätzt, trotzdem lohnt er sich: Der Schülerausweis. Auch als Auszubildender hast du einen Anspruch auf einen Schülerausweis und kannst ihn dir bei deiner Berufsschule ausstellen lassen.

Nr. 2 – Schon auf dem Weg zur Schule sparen

Was ist teuer und hält nicht lange? Richtig: Benzin. Und Benzin hält deutlich länger, wenn du beispielsweise in der Berufsschule Fahrgemeinschaften mit deinen Mitschülern schließt. Im Idealfall lässt sich das natürlich auch auf deinen Arbeitsplatz übertragen. Auch wenn du mit dem Zug fährst, kannst du sparen. Wenn du deine Tickets pünktlich bestellst, erhältst du nicht zu verachtende Frühbucherrabatte.

Nr. 3 – Versicherungen

Beim Thema Autofahren drängt sich natürlich auch das Thema Versicherungen auf. Wenn du dir als Azubi ein Auto leisten willst, ist das in der Regel kein Zuckerschlecken. Du kannst dein Auto aber beispielsweise bei derselben Kfz-Versicherung versichern lassen wie deine Eltern, häufig gibt es dann Rabatte. Übrigens: Ein ADAC-Mitgliedsausweis gibt dir oft ähnliche Vergünstigungen wie dein Schülerausweis! Aber auch andernorts kannst du beim Thema Versicherungen sparen, denn viele Versicherungen haben spezielle Angebote für Azubis. Nachfragen lohnt sich!

Nr. 4 – Rabatte und Spezialtarife

Viele Anbieter schneiden ihre Angebote auf ihre jeweilige Zielgruppe zu – so haben beispielsweise viele Mobilfunkanbieter spezielle Tarife für Auszubildende und Schüler. Aber Achtung, das offensichtlichste Angebot ist nicht immer das Beste! Damit dir dein Ausbildungsbetrieb dein Gehalt überweisen kann, brauchst du ein Girokonto. Schon hier kannst du sparen, denn viele Banken bieten kostenlose Girokonten für Azubis an. Darüber hinaus lohnt es sich aber auch zu vergleichen, was das Girokonto im Anschluss an die Ausbildung kosten wird.

Nr. 5 – Günstige Software

Nicht nur im Beruf, auch für den heimischen PC brauchst du Software. Es gibt viele lohnende Tarife für Auszubildende und Schüler, sowohl beim Softwarehersteller selbst als auch beim Händler.

Nr. 6 – Ausbildungskosten von der Steuer absetzen

Eine Ausbildung verursacht natürlich Kosten, die gedeckt werden wollen. Viele davon kannst du von deiner Steuer absetzen, z.B. Schulgebühren, Fahrt- und Materialkosten und Bafög-Zinsen.

Nr. 7 – Staatliche Zulagen

Auch der Staat hat Vorkehrungen getroffen, um Azubis unter die Arme zu greifen: So kannst du deine Ausbildung über eine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Bafög mitfinanzieren, wenn du einen Anspruch darauf hast. Auch deine Wohnung musst du nicht zwingend komplett selbst finanzieren. Wenn du z.B. keinen Anspruch auf BAB hast, kannst du bei der zuständigen Behörde deiner Stadt Wohngeld beantragen.

Nr. 8 – Zulagen von Staat und Arbeitgeber bei der Altersvorsorge

Mit dem Eintritt in die Berufswelt beginnt auch die Vorbereitung auf den Ruhestand. Wer sich früh um dessen Absicherung kümmert, kann viele Zulagen erhalten, beispielsweise vermögenswirksame Leistungen und die Arbeitnehmer-Sparzulage.

Nr. 9 – Kostenloser Zahnersatz und Friseur

Liegt deine Brutto-Ausbildungsvergütung unter 980€, tritt eine Sozialklausel in Kraft, die dir kostenlosen oder zumindest verbilligten Zahnersatz garantiert. Auch beim Friseur kannst du sparen. Erkundige dich, ob dein Friseur ein Frisurenmodell braucht oder du dir die Haare zu einem vergünstigten Preis vom Azubi schneiden lassen kannst. Auch beim Entertainment kannst du sparen: Viele Kinos sind dienstags günstiger. Weiterhin lohnt sich ein Bibliotheksausweis, denn dort bekommst du nicht nur Bücher, sondern auch CD’s und DvD’s.

Nr. 10: Noch ein Klassiker

Und zu guter Letzt noch ein Klassiker: Das gute alte Haushaltsbuch. Wenn du effektiv sparen willst, ist es unbedingt notwendig, jederzeit einen vollständigen Überblick über deine Kosten zu haben. Behalte Kassenbons, dokumentiere deine Ausgaben und Werte am Ende des Monats deine Haushaltsbilanz aus. So weißt du immer, was du dir leisten kannst und was nicht. Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, während deiner Ausbildung Geld zu sparen. Probiere es aus mit unserer Haushaltsbuch-App und du wirst sehen, wie sich deine Finanzen bewusst ändern!